Gedenktafel erinnert an Umsiedlungen
Am 17. September fand in Dömitz an der Johanneskirche am Slüterplatz eine Gedenkfeier zur Einweihung einer Gedenktafel, die an die Zwangsumsiedlungen der DDR 1952 und 1961 erinnert, statt. In Dömitz wurden rund 300 Menschen von dieser unmenschlichen Maßnahme getroffen.
Tilda Ohlrogge, Eliza Kratkai und Lina Scheeper aus unserem Schulzentrum hatten sich ein halbes Jahr lang auf diese Feier vorbereitet, die sie auf dem Podium in der Kirche mitgestalteten. Sie recherchierten die unfassbaren Vorkommnisse mit Zeitzeugen und stellten diesen auf dem Podium Fragen. So erfuhr das Publikum von den Enteignungen, den Zwangsmaßnahmen und dem unendlichen Leid der Dömitzer, die durch das Unrechtsregime der DDR ihre Heimat von einer Stunde zur anderen verloren. Auch der 12. Jahrgang unserer Schule war bei der Gedenkfeier mit ihrem Geschichtslehrer Martin Görlitz anwesend.
Die Veranstaltung wurde durchgeführt von der Union der Opferverbände Kommunistischer Gewaltherrschaft e. V. (UOKG). Als Redner waren geladen:
- Simone Benke-Saathoff, Gemeindepädagogin mit pastoraler Beauftragung, Evangelisch-Lutherische Johanneskirchengemeinde
- Inge Bennewitz, Aufarbeitungsinitiative Zwangsaussiedlungen (AIZ) und Vorstandsmitglied der UOKG e. V.
- Dr. Anna Kaminsky, Direktorin der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur als Fördermittelgeber
- Dr. Lars Tschirschwitz, Stellvertretender Landesbeauftragter für Mecklenburg-Vorpommern für die Aufarbeitung der SED-Diktatur als Fördermittelgeber
- Torsten Scheper, stellvertretender Bürgermeister der Stadt Dömitz
Sie alle würdigten das Schicksal der Opfer.
Text: Heike Grüter-Hommerich
Foto: Martin Görlitz
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